Die 1970er Jahre waren das Jahrzehnt der synthetischen Stoffe – und Polyester stand dabei an vorderster Front. Das knitterfreie, pflegeleichte Material wurde zum Inbegriff modischer Lässigkeit und war aus Kleiderschränken nicht mehr wegzudenken. Besonders das Polyesterhemd avancierte zum Must-have für Männer, egal ob im Büro oder auf der Tanzfläche.
Während in den 60ern noch Baumwolle und Leinen dominierten, setzte sich in den 70ern der synthetische Glanz von Polyester durch. Knallige Farben, wilde Muster und ein leicht schimmernder Look machten Polyesterhemden besonders in Discotheken zum Hingucker. Kombiniert mit breiten Kragen und Schlaghosen wurde der Stil perfekt – inspiriert von Disco-Ikonen wie John Travolta in Saturday Night Fever.
Nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Berufsleben wurde das Polyesterhemd immer beliebter. Die pflegeleichte Eigenschaft – kaum Bügelaufwand und hohe Strapazierfähigkeit – machte es zu einer praktischen Wahl für den Arbeitsalltag. Selbst Geschäftsleute griffen zu den synthetischen Hemden, oft in gedeckteren Farben, um den modischen Zeitgeist zu treffen.
Polyesterhemden waren in den 70ern so beliebt, dass einige Hersteller sogar versprachen, sie „ein Leben lang“ nicht bügeln zu müssen. Allerdings hatten die ersten Modelle einen großen Nachteil: Sie waren wenig atmungsaktiv, sodass das Tanzen in der Disco schnell zur schweißtreibenden Angelegenheit wurde!
In den 80er Jahren verlor das Polyesterhemd an Bedeutung, als Naturmaterialien wieder gefragter wurden. Doch in den letzten Jahren erlebt es ein Revival – als Retro-Statement und Hommage an die stilprägenden 70er. Ob in der Clubszene oder bei Themenpartys, das Polyesterhemd bleibt ein Symbol für ein unbeschwertes, glanzvolles Jahrzehnt.
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