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Heinz Erhardt









Das Lernen macht stets dann Verdruss, wenn man's nicht will, es aber muss.

Der schelmische Philosoph mit Brille

Heinz Erhardt war einer der originellsten Komiker und Schauspieler, die Deutschland je hervorgebracht hat. Mit seinem trockenen Humor, seinen brillanten Wortspielen und seiner charmanten Art brachte er das Publikum zum Lachen – auf eine Weise, die zugleich intelligent, herzlich und zeitlos war.





Am 20. Februar 1909 geboren in Riga (damals Russisches Kaiserreich), wuchs Heinz Erhardt in Deutschland auf. Ursprünglich wollte er Pianist werden und studierte Musik am Leipziger Konservatorium. Die Bühne liebte er schon früh – doch statt Klavierkonzerten waren es witzige Gedichte und satirische Auftritte, die seine wahre Berufung offenbarten.



Hätten Sie es gewusst?

Heinz Erhardt war nicht nur Entertainer, sondern auch Beamter!

In den 1930er-Jahren arbeitete er zeitweise als Kaufmann im Musikalienhandel und sogar beim Reichs-Rundfunk, bevor er zur Bühne wechselte. Seine ersten humoristischen Gedichte schrieb er nebenbei – auf Rechnungen und Lieferscheine.



Der große Durchbruch



In den 1950er- und 60er-Jahren wurde Erhardt durch das Fernsehen und zahlreiche Kinofilme zum Superstar. Mit seiner dickrandigen Brille, dem verschmitzten Blick und seiner unnachahmlichen Sprache schuf er eine Bühnenfigur, die das Publikum gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken brachte.



Kinohits wie

„Witwer mit fünf Töchtern“,

„Vater, Mutter und neun Kinder“ oder

„Immer die Radfahrer“ machten ihn zum Publikumsliebling aller Generationen.



Heinz Erhardt - Der müde Theodor



Heinz Erhardt war nicht einfach ein Komiker – er war ein Sprachkünstler. Seine Reime, Kalauer und philosophischen Gedichte machten ihn auch bei Literaturfreunden beliebt.

Unvergessen sind Zeilen wie:



„Noch'n Gedicht – und wenn es kracht, wird trotzdem weiter gelacht!“



Er war ein Meister darin, Alltägliches auf den Kopf zu stellen, mit Worten zu jonglieren und menschliche Schwächen liebevoll zu entlarven.



1971 erlitt Heinz Erhardt einen schweren Schlaganfall, der ihm das Sprechen nahm – für einen, der von Sprache lebte, ein besonders schmerzhafter Einschnitt. Doch seine Werke und Filme blieben – und gewannen sogar an Bedeutung.



Er starb 1979 im Alter von 70 Jahren in Hamburg. Bis heute gilt er als eine der geistreichsten und beliebtesten Figuren der deutschen Nachkriegskultur.

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Mio. Zuschauer sahen die Premiere der 2015 in einem Nachlass entdeckten Komödie "Geld sofort", welche mutmaßlich aus den frühen 60er Jahren stammt.